Zum Hauptinhalt springen

Für eine persönlichere Erfahrung

Dodge Charger Daytona nun auch in Europa bestellbar

Elektrisches Muscle Car mit 400 oder 500 kW ist beim Importeur KWA konfigurierbar, die Auslieferung startet im September

Dodge Charger Daytona (2026)
Bild von: Dodge

Der elektrische Dodge Charger ist nun in Europa bestellbar. Beim Importeur KW Auto sind neben den Benzinervarianten tatsächlich auch batterieelektrische Versionen verfügbar. Man hat die Wahl zwischen einer viertürigen Limousine und dem Coupé. Außerdem kann man zwischen dem 400 kW starken Charger Daytona R/T und dem Charger Daytona Scat Pack mit 500 kW wählen. Beide haben Allradantrieb und eine 100,5-kWh-Batterie mit 400 Volt.

 Vorgestellt wurde der Dodge Charger bereits im März 2024. Er basiert auf der Plattform STLA Large. Wie bei STLA Medium handelt es sich dabei um eine Multi-Energy-Plattform, sodass sowohl Benziner als auch Elektroautos möglich sind. Dabei werden die Versionen mit Sechszylinder Charger Sixpack genannt, die Elektrovarianten heißen Charger Daytona.

Bildergalerie: Dodge Charger Daytona (2026, Europa-Version)

  Dodge Charger R/T Dodge Charger Scat Pack
Antrieb AWD 400 kW, 547 Nm AWD 500 kW, 850 Nm
0-96 km/h / Vmax 4,2 Sek. / 220 km/h 3,3 Sek. / 216 km/h
Akku netto / EPA-Reichweite 93,8 kWh / 510 km 93,8 kWh / 418 km
Max. Ladeleistung AC / DC 11 / 183 kW 11 / 183 kW
Ladedauer DC (20– 80%) 27 min 27 min
Ladegeschwindigkeit 2,1 kWh/min 2,1 kWh/min

Die WLTP-Reichweite wird nicht genannt, nach der anspruchsvolleren amerikanischen EPA-Norm sind es bis zu 510 km. Mit Gleichstrom (DC) kann man den Daytona laut den 2024 veröffentlichten Daten mit bis zu 183 kW aufladen. Dann dauert der unübliche Ladehub von 20 bis 80 Prozent rund 27 Minuten. Daraus errechnet sich eine Ladegeschwindigkeit von 93,9 kWh × 0,6 / 27 min = 2,1 kWh/min. Für ein 400-Volt-Auto ist das ein recht guter Wert.  

Daten des Charger Daytona auf der Website KW Auto
Bild von: kwauto.com

Optisch hebt sich der Charger Daytona durch einen innovativen "R-Wing-Luftkanal" an der Front und das beleuchtete Fratzog-Logo ab. Für den künstlichen Sound sorgt der "Fratzonic Chambered Exhaust". 

Dodge Charger Daytona (2026)
Bild von: Dodge

Innen bietet der Charger Daytona ein fahrerorientiertes Cockpit. Zur Ausstattung gehören Ledersitze mit Belüftungs- und Heizfunktion vorn, ein beheizbares Lenkrad, Lenkradwippen für die Einstellung der Rekuperation, ein neu gestalteter "Pistol-Grip"-Schalthebel sowie ein Ambientelicht mit 64 Farben. Mehrere Fahrmodi ermöglichen die Anpassung von Gasannahme, Lenkung und Fahrdynamik. Dazu gehören auch Race- und Track-Modi, mit denen die Aufzeichnung und Analyse von Rundenzeiten möglich wird.

In Europa wird der Charger Daytona in der Ausstattung Plus angeboten. Dazu gehören unter anderem LED-Scheinwerfer, beleuchtete Türgriffe und Welcome-Light, 20-Zoll-Räder mit Ganzjahresbereifung, elektrisch einstellbare Vordersitze, 16-Zoll-Display, Head-up-Display, induktives Aufladen des Smartphones und ein 360-Grad-Rundumsichtsystem.

Für den Daytona Scat Pack ist ein optionales Track Package erhältlich. Es umfasst unter anderem 16-Zoll-Brembo-Bremsscheiben, rote Festsättel, 20-Zoll-Räder mit 305-mm-Reifen vorn und 325-mm-Reifen hinten und ein adaptives Fahrwerk. Zu den weiteren Optionen zählen ein Blacktop-Paket mit dunklen Felgen, dunklen Emblemen und Endrohren, ein Glasdach und ein Audiosystem von Alpine. 

Zum Marktstart erhält man zudem eine Heimladestation inklusive Installation durch Free2move. Für die Hochvoltbatterie gilt eine Garantie von acht Jahren beziehungsweise 160.000 Kilometern. Die Preise beginnen laut Dodge bei 66.000 Euro, aber da sich die Pressemeldung sowohl auf die fossilen als auch die batterieelektrischen Versionen bezieht, bleibt unklar, was die Elektroversion kostet. Und im Konfigurator von KW Auto erscheinen keine Preise. Die Auslieferungen starten im September 2026.

Unter dem Strich

Der elektrische Dodge Charger Daytona kommt tatsächlich nach Europa. Warum das erst jetzt der Fall ist, wissen wir nicht. Allerdings wird das Auto auch nicht von Dodge selbst, sondern von einem Importeur angeboten. Dabei sind einige Formalitäten zu beachten, um eine TÜV-Plakette zu erhalten. Auch gibt es keine Daten nach europäischen Standards, vor allem keine WLTP-Reichweite. Fans dürften das in Kauf nehmen. Aber vermutlich werden die meisten die Version mit Sechszylinder bestellen – bei einem Muscle Car kommt es schließlich auf den Sound an.